Garten — Charta

Wir sind der Gar­ten-Char­ta bei­getre­ten. Dabei geht es dar­um sei­nen Gar­ten oder wie bei uns den Kom­post­platz mög­lichst natür­lich zu gestal­ten, so dass auch Tie­re und Pflan­zen dar­in Platz und Lebens­raum fin­den.

Unter fol­gen­dem Link fin­det ihr wei­te­re Infos dazu:

https://www.energie-umwelt.ch/haus/garten/garten-charta

Die Blu­men, und Grä­ser, die bei uns auf dem Kom­post­platz ste­hen, dür­fen den Früh­ling und Som­mer über wach­sen und blü­hen. So geben Sie vie­len Tie­ren Nah­rung und Lebens­raum.

Für Schmet­ter­lin­ge zum Bei­spiel sind beson­ders abwechs­lungs­rei­che Wild­blu­men­wie­sen, ‑bee­te oder ‑strei­fen gut. Je nach Art wer­den ande­re Blu­men zur Eiab­la­ge und zum Nek­tar­trin­ken bevor­zugt. Aus­ser­dem gibt es auch unter­schied­li­che Prä­fe­ren­zen wäh­rend der ver­schie­de­nen Ent­wick­lungs­sta­di­en. Beson­ders wich­tig ist hier die Wahl von ein­hei­mi­schen Wild­kräu­tern und Wild­sträu­chern. Denn nur die ein­hei­mi­schen Pflan­zen bie­ten unse­ren Schmet­ter­ling auch die nöti­gen Lebens­ni­schen. (Infos von Pro Natu­ra «Schmet­ter­lin­ge im Gar­ten»)

Die Wie­se soll­te aller­dings ein­mal im Jahr gemäht wer­den. Dies am bes­ten von Hand und nicht zu kurz, so kön­nen die Tie­re in der Wie­se noch flüch­ten. Das gemäh­te Mate­ri­al soll­te nicht lie­gen gelas­sen wer­den, son­dern dann zum Bei­spiel im Kom­post ent­sorgt wer­den. So bleibt der Boden mög­lichst mager. Je mage­rer der Boden ist, des­to brei­ter die Bio­di­ver­si­tät dar­auf.

Vorkommende Arten

Fol­gend sind eini­ge von den Pflan­zen und Tie­ren auf­ge­zeigt, die ihr bei uns auf dem Platz sehen könnt — eini­ge davon schon nach kur­zem Suchen ande­re nur sehr sel­ten.

Dunkle Königskerze (Verbascum nigrum L.)

Art­be­schrei­bung (Flo­ra Hel­ve­ti­ca 2018)
30–100 cm hoch. Blü­ten­stand nur unter der Mit­te ver­zweigt oder unver­zweigt. Blät­ter ober­seits grün, unter­seits grau­fil­zig, unte­re lang gesti­elt, herz-eilan­zett­lich, stumpf gezähnt, obe­re sit­zend, nicht her­ab­lau­fend. Blü­ten zu 2–5 in den Blatt­win­keln, längs­te Stie­le 5–12 mm lang, 2–3mal län­ger als der Kelch. Kro­ne gelb, innen am Grund meist rot, Durch­mes­ser 1,5−2,5 cm. Staub­fä­den wol­lig pur­pur­vio­lett, Nar­be kop­fig.
Blü­te­zeit: 6–8
Stand­ort und Ver­brei­tung in der Schweiz: Weg­rän­der, tro­cke­ne, son­ni­ge Stel­len / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gemeine Kratzdistel (Cirsium vulgare (Savi) Ten.)

Art­be­schrei­bung (Flo­ra Hel­ve­ti­ca 2018)
50–150 (-200) cm hoch. Stän­gel spinn­we­big, durch her­ab­lau­fen­de Blatt­rän­der sta­che­lig geflü­gelt. Blät­ter steif, fie­der­tei­lig, mit lan­zett­li­chen, in einen kräf­ti­gen, gelb­li­chen Sta­chel endi­gen­den Abschnit­ten, ober­seits sta­che­lig behaart, grün, unter­seits weiss­fil­zig. Blü­ten pur­purn. Köp­fe ein­zeln. Hül­le der blü­hen­den Köp­fe 3–5 cm lang, zer­streut spinn­we­big, Hüll­blät­ter mit kräf­ti­gem Sta­chel. Früch­te 3–4 mm, Pap­pus 2–3 cm lang.
Blü­te­zeit: 7–9
Stand­ort und Ver­brei­tung in der Schweiz: Weg­rän­der, Ödland, Schutt­plät­ze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas L.)

Art­be­schrei­bung (Flo­ra Hel­ve­ti­ca 2018)
30–70 cm hoch. Stän­gel ein­fach oder ver­zweigt, beblät­tert und behaart. Blät­ter 1–2fach fie­der­tei­lig, mit spit­zen Zip­feln. Haa­re der Blü­ten­stie­le meist waag­recht abste­hend. Kron­blät­ter rot, 2–4 cm lang, am Grund oft mit dunk­lem Fleck. Frucht­kap­sel ver­kehrt-eiför­mig, kahl, 1–2mal so lang wie dick, am Grund abge­run­det, mit 8–18 Nar­ben­strah­len.
Blü­te­zeit: 5–9
Stand­ort und Ver­brei­tung in der Schweiz: Äcker, Schutt­plät­ze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Lauchgewächse (Allium)

Hier­bei han­delt es sich um ein Lauch­ge­wächs, was nicht genau­er bestimmt wer­den kann.

Brennnessel

Eine häu­fig unter­schät­ze Pflan­ze von nähr­stoff­rei­chen Stand­or­ten ist die Brenn­nes­sel. Die Brenn­nes­sel ist für etwa 50 Rau­pen­ar­ten Lebens­raum und Fress­platz. Also unge­heu­er wich­tig. Die bekann­tes­ten Arten sind das Tag­pfau­en­au­ge, der Klei­ne Fuchs, der Admi­ral und das Land­kärt­chen. Lasst also doch auch ein­fach mal ein paar Pflan­zen Brenn­nes­sel im Gar­ten ste­hen. (Infos von Pro Natu­ra «Schmet­ter­lin­ge im Gar­ten»)

Neophyten

So eine wil­de Wie­se kann man aber nicht ein­fach wach­sen las­sen. Es soll­te regel­mäs­sig kon­trol­liert wer­den ob sich inva­si­ve Pflan­zen, auch Neo­phy­ten genannt, ein­ge­schli­chen haben. Inva­si­ve Pflan­zen sind aus ande­ren Län­dern ein­ge­schlepp­te Pflan­zen, wel­che hier wild wach­sen kön­nen.

Eini­ge die­ser neu ein­ge­führ­ten Arten gedei­hen hier so gut, dass sie an man­chen Orten in Mas­sen auf­tre­ten und die ein­hei­mi­schen Pflan­zen ver­drän­gen. Die bekann­tes­ten die­ser «inva­si­ven Neo­phy­ten» sind die kana­di­sche Gold­ru­te, der japa­ni­sche Knö­te­rich, der Rie­sen­bä­ren­klau, der Som­mer­flie­der, der Rie­sen-Bären­klau, der Wil­de Wein, der Göt­ter­baum, Topinam­bur und das Ein­jäh­ri­ge Beruf­kraut.

Eini­ge Bei­spie­le von Pflan­zen, die in unse­rer Regi­on vie­ler­orts zum Pro­blem gewor­den sind:

Ein bei uns auf dem Platz sehr häu­fig vor­kom­men­der Neo­phyt ist das Ein­jäh­ri­ge Beruf­kraut.

Ein­jäh­ri­ges Beruf­kraut
Japanischer Knöterich
Japa­ni­scher Knö­te­rich
Bild­quel­le: wiki­me­dia, user: Gav, Lizenz: creativecommons.org
Solidago gigantea
Spä­te Gold­ru­te
Bild­quel­le: wiki­me­dia, user: Pethan, Lizenz: creativecommons.org
please do not let this grow, it's invasive!
Drü­si­ges Spring­kraut
Robinia pseudoacacia L.
Fal­sche Aka­zie, Robi­nie

In den letz­ten Jah­ren war auch häu­fig von der Ambro­sia die Rede, weil sie vor allem für Leu­te mit gewis­sen All­er­gi­en gefähr­lich wer­den kann. Dazu gibt es eine eige­ne Web­sei­te.

Neo­phy­ten soll­ten mit der Wur­zel aus­ge­ris­sen oder aus­ge­gra­ben und im Haus­keh­richt oder mit der Grün­ab­fuhr der Stadt Bern ent­sorgt wer­den; aber auf kei­nen Fall auf dem eige­nen Kom­post. So wird die Ver­brei­tung mög­lichst gering gehal­ten.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Neo­phy­ten in der Schweiz fin­dest du hier:

Quartiere und Überwinterung

Wich­tig ist aus­ser­dem den Tie­ren Ver­ste­cke und Über­win­te­rungs­mög­lich­kei­ten zu bie­ten. Dies kön­nen alte Bäu­me, Klet­ter­pflan­zen oder Stein- und Ast­hau­fen sein. Damit gibt man schon diver­sen Insek­ten einen Lebens­raum, der auch zur Über­win­te­rung ein­lädt. Schmeiss also dei­nen Strauch­schnitt nicht direkt in die grü­ne Ton­ne, son­dern über­le­ge kurz, ob du viel­leicht noch ein Plätz­chen für ein Über­win­te­rungs­quar­tier für die klei­nen sehr wich­ti­gen Insek­ten in dei­ner grü­nen Oase hast. (Infos von Pro Natu­ra «Schmet­ter­lin­ge im Gar­ten»)

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